Literatur
Mara Ettenreich nutzt literarische Texte, um dieselben Themen zu erforschen, die in ihren begehbaren Resonanzräumen sichtbar werden: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und die feinen Bewegungen innerer Zustände. Ihre Romane verdichten das Alltägliche, machen Fragiles spürbar und laden die Leser:innen ein, Momente von Nähe, Zärtlichkeit und intensiver Achtsamkeit neu zu erleben. Sprache wird so zu einem Raum für Resonanz.
Mit ihrem Debütroman ist sie in einer renommierten Literaturagentur unter Vertrag.
Lesungen:
In ihren Lesungen stellt Mara Ettenreich das Kapitel "Marella und die aufgehende Sonne" aus ihrem noch unveröffentlichten Roman Der Zug, der mich nach Hause brachte vor. Der Text richtet den Blick auf die Schönheit von Begegnungen und lädt dazu ein, Momente von Nähe, Achtsamkeit und poetischer Verdichtung neu wahrzunehmen.
Aktuell arbeitet sie an Roman Nummer drei.
"Ja, es ist eine sternenklare Nacht, der zunehmende Mond spiegelt sich im eiskalten Brunnenwasser. Herr Sichert geht gerade einen geschotterten Weg entlang, rechts und links von ihm Holzzäune, die die Weiden der Milchkühe begrenzen.
Nach ein paar weiteren Metern verschwindet mein Zimmernachbar in der Dunkelheit der Berge.
Sie sind nur zu erahnen, massive Pfeiler, die in den Himmel ragen, die uns zeigen, wie klein wir sind. Wie zerbrechlich. Und doch zeigen sie uns die Weite und die Sanftheit der Welt. Die Hoffnung. Zart wie Enzian, ein Farbschimmer am Rande des Abgrunds. Die Bergquelle, ein dünnes Rinnsal, das sich durch das graue Massiv kämpft. Adler, die sich erheben, ihre Flügel spannen."
Leseprobe aus dem Werk Der Zug, der mich nach
Hause brachte